Alles, was Du über den FI-Schalter wissen musst

Von der Wichtigkeit bis zur Nachrüstung

Willkommen beim Primo Ratgeber, Deine Anlaufstelle für alles rund um die Elektroinstallation. Egal ob Du ein Heimwerker, Fachmann oder einfach nur neugierig bist, hier findest Du wertvolle Informationen, praktische Tipps und die aktuellsten Trends.

Die Notwendigkeit

Ab wann brauche ich einen FI-Schalter?

Die Notwendigkeit eines FI-Schalters, insbesondere für Hausbesitzer oder beim Kauf eines Hauses, ist eine wichtige Sicherheitsüberlegung. Dieser Blogbeitrag zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser kleinen, aber lebensrettenden technischen Komponente zu schärfen.

Kurzschluss

Warum ist die Nachrüstung eines FI-Schalters wichtig für Hausbesitzer?

Die Nachrüstung eines FI-Schalters in Häusern, insbesondere in älteren Bauten, ist von entscheidender Bedeutung. Ein alltägliches Beispiel wie das Benutzen eines Föhns kann gefährlich werden, wenn ein Kurzschluss auftritt. Ohne FI-Schalter können die Folgen schwerwiegend sein, von Sachschäden bis hin zu schweren elektrischen Unfällen. Ein FI-Schalter bietet Dir hier einen wesentlichen Schutz, indem er elektrische Unfälle verhindert und im Ernstfall sogar Leben retten kann.

Erklärung

Was ist ein FI-Schalter?

Definition und Funktionsweise eines FI-Schalters

Ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI-Schalter, ist ein grundlegender Sicherheitsmechanismus in jedem Haushalt. Seine Hauptfunktion besteht darin, vor tödlichen Stromschlägen zu schützen, indem er den Stromfluss sofort unterbricht. Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein elektrisches Gerät defekt ist und Du es berührst.

Wichtige Komponenten und Arbeitsprinzip

Der FI-Schalter setzt sich aus einem Messwandler, einem Auslösemechanismus und einem Schaltkontakt zusammen. Er überwacht kontinuierlich den Stromfluss in einem Stromkreis und vergleicht die Höhe des ein- und ausgehenden Stroms. Sobald eine Unstimmigkeit erkannt wird, also der Strom nicht mehr in gleichem Maße zurückfließt, löst der Schalter aus und unterbricht den Stromkreis, um einen möglichen Stromschlag zu verhindern.

Alles was du wissen musst

Gesetzliche Bestimmungen und Vorschriften

Relevante Vorschriften und Normen für FI-Schalter in Deutschland

In Deutschland ist der Einsatz von FI-Schaltern in Neubauten seit Mitte der 1980er Jahre vorgeschrieben. Seit dem 1. Oktober 2018 müssen alle Steckdosenstromkreise in Wohnungen mit einem FI-Schalter ausgestattet sein.

Verpflichtung zur Nachrüstung in bestimmten Fällen

Während für ältere Anlagen keine generelle Nachrüstpflicht besteht, ist es aus Sicherheitsgründen dringend empfohlen, FI-Schalter nachzurüsten. Renovierungsprojekte oder Modernisierungsmaßnahmen bieten eine ideale Gelegenheit, den elektrischen Standard eines Hauses zu verbessern. Die Nachrüstung eines FI-Schalters sollte als Teil solcher Projekte in Betracht gezogen werden, um den aktuellen Sicherheitsstandards zu entsprechen.

Arten von FI-Schaltern

Wie wählt man den richtigen FI-Schalter aus?

Typen und Kategorien von FI-Schaltern

Es gibt verschiedene Typen von FI-Schaltern, wie Typ A, Typ AC und Typ B, die sich in ihrer Empfindlichkeit und ihrem Anwendungsbereich unterscheiden. Lass Dich von einer Elektrofachkraft beraten, um den richtigen Typ für Deine Bedürfnisse zu finden.

Übersicht der verschiedenen Arten von FI-Schaltern

Typbezeichnung
Anwendungsbereich
Nennspannung
Nennstrom
Preisspanne
Typ A
Haushaltsgeräte, Beleuchtung
230 V
16 A
30€ – 60€
Typ AC
Einfache elektrische Anlagen (Ist in Deutschland entsprechend DIN VDE 0100-530 NICHT zugelassen)
230 V
16 A
20€ – 40€
Typ B
Elektroautos, Industrieanlagen
400 V
32 A
100€ – 200€
Typ F
Frequenzumrichter, Waschmaschinen, Pumpen
230 V
20 A
50€ – 100€

Nachrüstung

Kosten und Aufwand

Kostenschätzung für die Installation eines FI-Schalters

Die Kosten für die Nachrüstung können zwischen 100 und 300 Euro liegen, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Komplexität der Installation und der Region. Diese Investition ist im Vergleich zum Sicherheitsgewinn relativ gering.

Zeitaufwand und Einschränkungen während der Nachrüstung

Die Installation eines FI-Schalters ist üblicherweise eine einfache und schnelle Maßnahme, die oft innerhalb weniger Stunden abgeschlossen werden kann. Während der Installation kann es zu vorübergehenden Einschränkungen in der Stromversorgung kommen. Jetzt weißt Du, warum ein FI-Schalter so wichtig ist – also, worauf wartest Du noch? Schütze Dich und Deine Lieben und rüste Deinen Haushalt mit einem FI-Schalter nach!

FAQ

Alle deine Fragen beantwortet

Ein FI-Schalter, auch Fehlerstromschutzschalter genannt, dient dem Schutz vor elektrischen Stromschlägen. Er erkennt Fehlerströme und unterbricht den Stromkreis innerhalb von Millisekunden, um Personen vor potenziell gefährlichen Stromschlägen zu schützen.
In Deutschland ist der Einsatz von FI-Schaltern in Neubauten seit Mitte der 1980er Jahre vorgeschrieben. Seit dem 1. Oktober 2018 müssen zudem alle Steckdosenstromkreise in Wohnungen mit einem FI-Schalter ausgestattet sein.
Es gibt derzeit keine generelle Nachrüstpflicht für ältere Anlagen. Allerdings ist es aus Gründen des Personenschutzes dringend empfohlen, in Altbauten einen FI-Schalter nachzurüsten, besonders wenn umfangreiche Renovierungen oder Erneuerungen der Elektroinstallationen geplant sind.
Es gibt verschiedene Typen von FI-Schaltern, die sich in ihrer Empfindlichkeit und ihrem Anwendungsbereich unterscheiden. Es ist ratsam, sich von einer Elektrofachkraft beraten zu lassen, um den richtigen Typ für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Die Kosten für die Nachrüstung eines FI-Schalters können variieren, liegen aber meist zwischen 100 und 300 Euro, je nach Aufwand und Region. Hinzu kommen eventuell Kosten für die Beratung und Installation durch eine Elektrofachkraft.

Funktion und Aufbau

FI-Schutzschalter

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